Grundriss des Programms

Übersicht über das Programm

 

Dieses GCOE – Programm zielt darauf ab, soziale Fragen zu analysieren, die in der ganzen Welt auftreten – einer Welt, in der die Globalisierung sich nun in vollem Gange befindet – und Lösungen unter Berücksichtigung unserer Ergebnisse zu präsentieren. Die Auswertung findet aus den beiden Blickwinkeln der Gleichstellung der Geschlechter und des multikulturellen Zusammenlebens statt. Des Weiteren ist es unser ultimatives Ziel, junge Forscher zu fördern, die wirkungsvolle Gegenmaßnahmen bezüglich der oben genannten Fragen erarbeiten können.

Mit der schnell voranschreitenden Globalisierung kommt es auf der einen Seite weltweit zu einer Ausdehnung gegenseitiger Abhängigkeiten und gemeinsamen Lebensstilen, während auf der anderen Seite soziale Gräben und politische Engstirnigkeit entstehen. Diese Art von engem Exklusivismus führt zu und verstärkt Vorfälle, die in Beziehung stehen zu Rückschlägen bei der Gleichstellung der Geschlechter, Vertiefung sozialer Gräben, ethnischen Konflikten, Feindseligkeiten gegenüber Nachbarländern, Gewalt gegen Einwanderer, Menschenhandel, dem Generationenkonflikt über den Sozialstaat und häuslicher Gewalt. Wie können wir solche Phänomene verstehen und Lösungen für sie finden? Der Schlüssel liegt im multikulturellen Zusammenleben. Das bedeutet, dass bei der Überwindung des Exklusivismus das Prinzip des Universalismus entscheidend ist. Dies sollte nicht Uniformität bedeuten, sondern eine Art von Universalismus, der Vielfalt mit einschliesst. Darin liegt die Wichtigkeit des multikulturellen Zusammenlebens.

Aufgabe dieses Programmes ist, ein Forschungs- und Ausbildungszentrum auf Weltniveau für Geschlechtergleichstellung und multikulturellem Zusammenleben aus einer umfassenden, sozialwissenschaftlichen Perspektive heraus zu erschaffen.
Genauer gesagt zielen wir darauf ab

  1. Neue soziale Fragen zu analysieren, die durch die in letzter Zeit zunehmende Globalisierung aufgeworfen werden.
  2. Die gesellschaftlichen Bedingungen zu verfolgen, die notwendig sind, um die Gleichstellung der Geschlechter und andere soziale Gleichstellungen zu realisieren sowie Konflikte unter verschiedenen soziokulturellen Gruppen zu lösen.
  3. Junge Wissenschaftler, von Doktoranden bis hin zu Post – Doktoranden, die in den oben genannten Bereichen forschen, zu ermutigen und zu fördern.

Dieses GCOE – Programm setzt auch fort und entwickelt weiter das Tohoku University 21st Century COE – Programm, „Gesetze und Politik in Bezug auf Geschlechter in der Gesellschaft mit Geschlechtergleichstellung“ (2003 – 2007). Die Ergebnisse dieses 21st Century COE – Programms dienen als Grundlage für GCOE bei der Analyse verschiedener Fragen zu multikulturellem Zusammenleben.

Bei den Forschungsaktivitäten des GCOE haben wir die drei Bereiche der Geschlechtergleichstellung, des multikutlurellen Zusammenlebens sowie die Fragen des Älterwerdens und einer sinkenden Geburtenrate zusammengefasst und 15 Projekte auf den Weg gebracht, bei denen eine Reihe von Forschern der Tohoku Universität und anderer Institutionen bei Forschungsseminaren und internationalen Workshops miteinander diskutieren. Wir werden unsere Endresultate in einer Reihe von Buchpublikationen veröffentlichen.

Darüber hinaus, parallel zu den oben genannten Aktivitäten, werden wir den Cross – National Doctoral Course (CNDC; länderübergreifender Doktorkurs) als so genanntes Doppel – Abschluss – Programm etablieren, das es Studenten ermöglicht, gleichzeitig einen Doktortitel an der Tohoku Universität und einer Institution im Ausland zu erreichen, mit dem Ausblick, junge Forscher auszubilden, die in Schlüsselpositionen Führungsrollen in der internationalen Gesellschaft ausfüllen werden. Zusätzlich werden wir das Betreuungsprogramm für junge Forscher vorantreiben durch die Anstellung von Teilnehmern am globalen COE – Programm, die sich in Forschung und Lehre einbringen werden.

Während GCOE solch eine Grundlage für Forschung und Lehre schafft, wird es seine Verbindungen mit Forschungs- und Ausbildungsinstitutionen im In- und Ausland verstärken, um globale Netzwerke voranzutreiben. In Japan werden wir eine enge Beziehung , einschliesslich dem Austausch von Forschern und Post – Doktoranden, zwischen der Fakultät für Rechtswissenschaften der Tohoku Universität und dem Institut für Sozialwissenschaften der Universität Tokio knüpfen. In Übersee verstärken wir bereits bestehende Verbindungen mit Forschungs- und Ausbildungsinstitutionen wie der Universität Tsinghua (China), der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (China), der Kookmin Universität (Korea), der Universität Ottawa (Kanada), der Université Lumiére Lyon (Frankreich), der l’Ecole Normale Supérieure Lyon (Frankreich) und der Universität Sheffield (Großbritannien). Im Rahmen dieser Verbindungen werden wir gemeinsame Forschungen und internationale Konferenzen für spezielle Forschungsprojekte durchführen und Vereinbarungen über die Durchführung von Doppel – Abschlüssen in den länderübregreifenden Doktorkursen schliessen.

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